Berichte aus dem Turnkreis Wolfenbüttel

Bei ihrer ersten Teilnahme setzt Alina Heinemann mit einem 16. Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ein Zeichen.

 

Die Turnerin des MTV Jahn Schladen dürfte ein bisschen mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen, denn gegen die international erfahrene Turnelite Deutschland hat sich die Gymnasiastin in der Berliner Max-Schmeling-Halle mehr als wacker geschlagen. Gleich am ersten Gerät, dem Boden, brachte Alina mit viel Eleganz ihre Beweglichkeit zum Ausdruck und den Doppelsalto in den sicheren Stand. Ein paar Abzüge gab es für nicht ganz exakte Ausführungen bei den Schrauben und den hochkarätigen Drehungen. Insgesamt ein sehr guter Wettkampfauftakt, den die Zuschauer mit viel Applaus belohnten. Am Sprung blieb sie erwartungsgemäß weiter hinten im Feld, denn die Konkurrenz hatte oft schwierigere Sprünge mit entsprechend mehr Ausgangswert im Repertoire.

 

Mit einer Kontergrätsche über dem oberen Barrenholmen und einem Pak-Salto zum unteren Holmen war ihre Stufenbarrenübung gespickt. Kleine Unsicherheiten und etwas fehlender Schwung zum Ende der kräftezehrenden Übung bedeuteten hier Abzüge von 2,5 Punkten in der E-Wertung und Platz 17 an diesem Gerät. Zum Schluss ging es an ihr Paradegerät, den Schwebebalken. Den Aufgang, ein spektakulärer Flickflack über den Balken, zeigte sie das erste Mal hier. Ihre Sprünge und akrobatischen Verbindungen absolvierte sie absolut sicher. Dennoch - eine Unsicherheit reichte aus, um die Balance auf den 10 Zentimetern zu verlieren und Alina musste den Balken unfreiwillig verlassen. Das war der fehlende Punkt zum sonst sicheren Balkenfinale. Annette Lefebre, Trainerin im Landesstützpunkt Hannover, dazu: „Das hätte heute ein leicht verdienter Finalplatz sein können. Schade, dass sie wieder mal den Balken nicht durchgeturnt hat.“ Nach dem Wettkampf waren aber Turnerin und Trainerin mit dem 16. Platz in der Gesamtplatzierung mehr als zufrieden. „Es ist schon eine super Atmosphäre in so einer vollen Halle, ich habe diesen Wettkampf wirklich genossen.“ freute sich die beste niedersächsische Turnerin über ihr Abschneiden.

15./16.06.2019

Wolfenbütteler Kürturnerinnen verpassen knapp das Treppchen

 

Vier Teams des MTV Wolfenbüttel gingen in Einbeck in die Bezirksligawettkämpfe in drei Kür- und drei Pflichtklassen. Zwei weitere Teams starten in den Landesligen und müssen sich erstmals in diesem Jahr nicht über die Bezirksliga qualifizieren.

 

Das dritte Kürteam aus jungen Nachwuchstalenten überzeugte in ihrem ersten Kürjahr in der Bezirksliga 3 der 10-14jährigen. Dazu gehörten Milena Schrader, Jette Feder, Evelin Muraschov, Lena Sophie Loba und Sophia Scheifer. Bei einer Gesamtpunktzahl von 150,15 verpassten sie um nur 0,5 Punkte den dritten Rang.  Insgesamt lieferten die Mädchen einen gelungenen Wettkampf ab. Mit nur wenigen groben Fehlern und einer konstanten Leistung über alle vier Geräte zeigten sie der Konkurrenz, dass mit ihnen zu rechnen ist. In der Rückrunde dürfte es also hier besonders spannend werden, denn ein Sturz am Balken könnte dann der einen oder anderen Mannschaft den Treppchenplatz kosten.

 

In den Bezirksliga-Wettkämpfen der Pflichtstufen ging jeweils eine Mannschaft des MTV an den Start. In der Bezirksklasse 1 (P6-9) turnten Anna-Lena Kappei, Thea Marschall, Marie Joelle Literski und Jocelyn Victoria Neppert auf den 10. Rang. Platz 12 in der Bezirksklasse 2 (P6-8) erturnten sich Mira Lenius, Frida Behnsen, Lotta Marschall, Karolina Mihulka und Jule Zabel. Die jüngsten starteten in der Bezirksklasse 3 und turnten Übungen der P5. Hier ging Platz 15 an den MTV Wolfenbüttel mit Elisa Mercedes vom Bauer, Marie Alina Werner, Annelie Heerdegen, Emma Jäckel, Johanna Bosse und Linea Fleischmann.

 

Für alle Teams finden die Rückrundenwettkämpfe am 31.08. bzw. 01.09.2019 in Braunschweig statt.

25.+26.05.2019

Sophie Peter gewinnt Niedersachsen-Cup der Gerätturnerinnen

 

Beim Landesfinale in Burgdorf zeigt sich die Turnerin des MTV Wolfenbüttel wieder in Höchstform. Vor zwei Wochen gewann sie direkt nach dem Bundefinale von Jugend trainiert für Olympia die Landesmehrkampfmeisterschaften in Salzgitter. Und davor räumte sie bei den Bezirks-Gerätefinals ab.

 

Von diesem unbändigen Potential schwärmt auch Trainerin Kristiane Wilkens: „Sophie hat in kurzer Zeit soviel dazugelernt, das macht so viel Spaß mit ihr zu trainieren. Sie ist eine echte Bereicherung für unser Team.“

 

Nun ließ sie die Konkurrenz der jüngsten LK2 Turnerinnen erblassen. An ihrem ersten Gerät am Boden zeigte sie die höchsten Schwierigkeiten. Dann am Sprung legte sie mit einem perfekten Überschlag die Höchstwertung nach. Am Stufenbarren zeigte sie als eine von wenigen, das geforderte Flugelement, technisch schwer umzusetzen, aber gut gelungen. Und wo andere den Balken verfluchen, für Sophie Peter ist es das Gerät, um ihr Können zu demonstrieren. Eindrucksvoll beginnt sie die Übung mit einem Schweizer Handstand, danach gymnastische Sprünge, um dann mit Salto rückwärts, Menicelli und Radwende die Kampfrichter endgültig zu beeindrucken. Das ganze ohne große Wackler – dafür gab es wieder die höchste Wertung. Der Sprung auf das Treppchen in der Gesamtwertung war perfekt.

 

In der Konkurrenz der 16 und 17jährigen vertrat Hannah Jensen den MTV Wolfenbüttel und konnte sich mit einer durchweg konstanten Leistung den 7. Platz erturnen. Weniger Glück hatte Annalea Brüggemann, die bei den über 18jährigen ins Rennen ging. Stürze am Balken verhagelten leider das Gesamtergebnis und damit landete sie auf Rang 17.

04.05.2019

Lucie Gerbrecht verliert die Nerven am Balken

 

Eigentlich wollte sie sich ihren Titel beim Deutschland-Cup in Hösbach zurückerobern. Nach dem super verlaufenen Landesfinale war das auch nicht unrealistisch.

 

Am Sprung zeigte sie einen Thsukahara gehockt und lag damit unter den Besten der 35 Starterinnen der Altersklasse 18-29 Jahre. Am Stufenbarren zeigte Gerbrecht zwar nicht die schwierigste Übung, dafür holte sie aber die höchste E-Note, also die geringsten Abzüge. An ihrem Paradegerät dem Schwebebalken dann das unerwartete Desaster. Denn für die sonst so perfekt turnende Balkenspezialistin ist ein Sturz schon mehr als ungewöhnlich. Diesmal leistete sie sich sogar zwei. Am Boden gab es mit 14,25 Punkten nochmal eine der besten Wertungen für Strecksalto vorwärts und Schraube und akkurate Sprünge.

 

Das war dann für das Gesamtergebnis leider zwei Fehler zu viel. Lucie Gerbrecht musste sich mit nur 0,35 Punkten Rückstand auf die Drittplatzierte mit dem undankbaren 4. Platz begnügen.

04.05.2019

Wolfenbütteler Turnerin Sophie Peter räumt bei den Gerätefinals ab

 

Aus allen Wettkampfklassen mit mehr als 12 Teilnehmern bei den Bezirkswettkämpfen im März wurden nun die Besten an den jeweiligen Geräten (Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden) ermittelt. Bis zu 10 Starter wurden aus den großen Wettkampfklassen mit bis zu 40 Teilnehmen zugelassen.

So traten in Braunschweig nur die Besten des Turnbezirks an, darunter Turnerinnen des MTV Wolfenbüttel und SV Veltheim.

 

Am Ende holten die Mädchen 7 Medaillen für den MTV und eine für Veltheim. Ein spektakuläres Duell lieferte sich in einem kleinen Teilnehmerfeld der LK2 11-13Jahre Sophie Peter mit ihrer Vordorfer Konkurrentin. Am Sprung und Stufenbarren musste sich Sophie zum Teil mit hauchdünnem Rückstand mit der Silbermedaille begnügen. Am Balken zündete sie dann ihr Feuerwerk: erstmals zeigte sie neben anderen akrobatischen Schwierigkeiten einen Salto rückwärts auf dem 10cm schmalen Balken und das in den sicheren Stand. Dafür gab es nicht nur viel Jubel von der Tribüne, sondern auch die mit Abstand höchste Wertung an diesem Gerät. Auch am Boden konnte sie die Kampfrichter überzeugen und holte hier ihre zweite Goldmedaille.

 

Aber auch die Turnerinnen, die zum Teil nur an einem Gerät angetreten sind, waren sehr erfolgreich. Bei den jungen LK3 Turnerinnen holte die Wolfenbüttelerin Eveline Muraschov den Sieg am Boden. Teamkameradin Joana Weseloh erturnte sich bei den Kürturnerinnen der LK3 (14-17 Jahre) mit einem Halb-Halb über den Sprungtisch die Goldmedaille. Unter den angetretenen Pfichtturnerinnen konnte Alicia Brand in der P5 am Stufenbarren bzw. Reck überzeugen. Mit nur 0,05 Punkten Rückstand turnte sie die zweitbeste Übung und wurde mit Silber belohnt.

Für den SV Veltheim erkämpfte Magdalena Linge in der P6 mit ihrer Balkenübung den Bronzerang.

06.04.2019

Lucie Gerbrecht will den Titel zurück

In Wellendorf bei Osnabrück gewann Lucie Gerbrecht mit deutlichem Vorsprung das Landesfinale im Deutschland-Cup.

 

2017 stand Lucie Gerbrecht in Berlin schon mal ganz oben – gewann den Deutschland-Cup der Gerätturnerinnen. Dann kam Abitur, Studium in Dresden - der Trainingsausfall macht sich an der Spitze doch bemerkbar. Jetzt ist sie zurück in Wolfenbüttel und das seit kurzem wieder regelmäßige Training trägt sofort Früchte. Am Sprung zeigte sie wieder wie früher einen Tsukahara. Am Stufenbarren sagt sie selbst, ist noch Potential nach oben. Auf dem Schwebebalken sind alle, die sie kennen, absolute Perfektion von Lucie gewohnt. Und dennoch schaffte sie es wieder, dass Zuschauern und Konkurrentinnen der Atem stockte. Ob freier Überschlag, Menicelli oder, ganz neu, der Seitwärtssalto, alles in den sicheren Stand auf den 10 Zentimetern. Mit einem Ausgangswert von 7,5 holte sie hier mit 15,35 Punkten die höchste Wertung des Tages. Am Boden zurrte sie den Sieg dann fest.

 

Knapp ging es bei den Jüngsten im Deutschland-Cup zu. Um ein Hundertstel verpasste Celine Charfi vom MTV Jahn Schladen Platz zwei und damit die Qualifikation zum Bundesfinale.

 

Dafür sorgte Newcomerin Emma Bartholomäus für eine kleine Überraschung in der Altersklasse der 14-15jährigen. Als eine der wenigen erfüllte sie die Anforderungen am Boden mit zwei verschiedenen Saltos in einer akrobatischen Bahn und einem B-Abgang (z. b. Schraube).  Damit holte sie hier mit 14,37 Punkten die höchste Wertung und insgesamt einen super dritten Platz. Auch wenn das keine Quali bedeutet, Trainerin Kristiane Wilkens war stolz: „Die drei gehen das erste Jahr in dieser Klasse an den Start und die vielen neuen Elemente sind halt noch nicht perfekt. Aber am Boden hat Emma eine absolute Glanzleistung gezeigt.“

 

Gleichzeitig wurde noch das Finale im Niedersachsen-Cup Pflicht ausgetragen, dem einzigen Pflichtwettkampf auf Landesebene. Mit sehr guten und durchweg stabilen Leistungen an allen Geräten konnte hier Sophia Scheifer (MTV Wolfenbüttel) im größten Teilnehmerfeld überzeugen und wurde mit der Bronzemedaille geehrt.

 

Zum gleichen Zeitpunkt liefen die Wettkämpfe des bundesoffenen RTB-Pokals für die Landeskaderturnerinnen in Essen. Hier belegten Miriam Heene (MTV Wolfenbüttel) und Tessa Hoppe (MTV Jahn Schladen) die Plätze 10 und 11.

 

Alle Ergebnisse:

Niedersachsen-Cup Pflicht

3. Sophia Scheifer

6. Lena Loba

10. Josephine Brandt   alle MTV Wolfenbüttel

Landesfinale Deutschland-Cup

Jg. 2007/06

3. Celine Charfi

4. Mia Brandt             beide MTV Schladen

Jg. 2005/04

3. Emma Bartholomäus

4. Finja Wagenschein

5. Amelie v. d. Osten-Sacken     alle MTV Wolfenbüttel

6. Laura Fließ              MTV Jahn Schladen

Jg. 2001-1990

1. Lucie Gerbrecht      MTV Wolfenbüttel

16.+17.03.2019

Die jungen Wilden des MTV Wolfenbüttel mischen das Bezirksfinale des Deutschland-Cups auf

Bei den Gerätturn-Einzelmeisterschaften in Göttingen teilen sich der MTV Wolfenbüttel und MTV Jahn Schladen die Titel in der höchsten nichtolympischen Leistungsklasse LK1.

 

Schladen-Trainerin Annett Balzer schickte zwei Newcomer in diese Leistungsklasse, um erste Erfahrungen zu machen. Den vereinsinternen Wettkampf bei den jüngsten Starterinnen der 12-13jährigen konnte Celine Charfi trotz Patzer am Balken für sich entscheiden. Sollte sie ihre mit akrobatischen Höchstleistungen gespickte Balkenübung beim Land stabil durchturnen können, hat sie gute Chancen, sich zum Deutschlandfinale zu qualifizieren.

 

Bei den 14-15jährigen brachten die Wolfenbütteler Leistungsträger die Routiniers dieser Wettkampfklasse durcheinander. Allen voran Emma Bartholomäus. Nach einem gelungenen Halb-Halb über den Sprungtisch haderte sie etwas mit dem Stufenbarren. Für ihre nicht ganz fehlerfreie Balkenübung bekam sie dann immer noch die höchste Wertung und konnte mit einer guten Bodendarbietung den Sieg perfekt machen. Mit nur sechs Zehntel Rückstand konnte sich Teamkameradin Finja Wagenschein über Bronze freuen.

 

In der Altersklasse der 16-17jährigen trat wegen verletzungsbedingter Ausfälle nur Natascha Bokemüller vom MTV Jahn Schladen an.

 

Den deutlichsten Sieg vom Wochenende holte sich die Wolfenbüttelerin Lucie Gerbrecht bei den über 18jährigen.  Bereits für den Tsukahara am Sprung gab es viel Beifall. Doch ihre wirkliche Stärke spielte sie am Balken aus. Was bei anderen der verhasste Zitterbalken ist, ist für Lucie echte Leidenschaft. Mit viel Eleganz toppte sie ihre bisherige Übung mit freiem Überschlag und Taucherdrehung noch mit einem Seitwärtssalto. Am Ende siegte sie mit über 4,5 Punkten Vorsprung und ist damit auf dem besten Weg sich den Titel zurückzuerobern.

 

Einen weiteren Sieg holte für den MTV Wolfenbüttel Alessia Valentini in der AK8. Im AK-Aussteigerwettkampf erturnte sich Lena Loba den Vizetitel.

 

Mit zwei dritten und einem sechsten Platz in der zweithöchsten Kürklasse LK2 gingen weitere Tickets zu den Landesfinals nach Wolfenbüttel.

 

Diese finden für die LK2- und die AK-Turnerinnen am 25.+26. Mai und für die LK1- und AK 8/9-Turnerinnen bereits am 6. April statt.

02.03.2019

Kreiseinzelwettkämpfe der Gerätturnerinnen entwickeln sich zu Vereinsmeisterschaften des MTV Wolfenbüttel mit Veltheimer Gästen

 

Schon immer im übersichtlichen Rahmen, war auch in diesem Jahr keine Sensation bei den Titelkämpfen zu erwarten und für die meisten durfte es ein Test für die bevorstehenden Bezirkswettkämpfe gewesen sein. Einzig Magdalena Linge vom SV Veltheim konnte die Wolfenbütteler Eintracht richtig stören. Sie setzte sich als Jüngste in der P6 Riege mit einer ausgesprochen guten Reckübung an die Spitze.

 

Je zwei junge Turnerinnen der beteiligten Vereine präsentierten erstmalig ihre Kürübungen. Was für die Zuschauer immer schön anzuschauen ist, ist für die Turnerinnen eine echte Herausforderung. Besonders am Boden, wo eine eigene Choreografie, gepiekt mit möglichst schwierigen Elementen, auf eine Musik abgestimmt werden muss. Den ersten Test für die neuen Übungen bewältigte Milena Schrader vom MTV Wolfenbüttel am besten. Sie gewann vor Greta Birken (Veltheim) und ihrer Teamkameradin Evelin Muraschov.

 

Die anderen Kürwettkämpfe zeichneten sich durch geringe Beteiligung aus. Das lag aber auch daran, dass fast alle Turnerinnen aus dem jungen Landesligateam in diesem Jahr Angriff auf den Deutschland-Cup nehmen. Die höchste Kürklasse wird bis auf Bundesebene ausgetragen und bedarf keiner Qualifikation im Kreis. Hier werden dann auch die Turnerinnen des MTV Jahn Schladen wieder mit im Rennen sein, die fast ausschließlich in dieser Kürklasse starten. Zuletzt holte 2017 Lucie Gerbrecht den Sieg im Deutschland-Cup nach Wolfenbüttel. Also, die Fußspuren sind da.

09.+10.02.2019

Wolfenbüttel und Schladen turnen sich in die 1. und 2. Landesliga

 

Bad Iburg. 46 Mannschaften traten im Kampf um die 34 Startplätze der neuen niedersächsischen Turnligen an. In sechs Durchgängen wurde an den Geräten geturnt, insgesamt 23 Kampfrichter werteten über beide Tage. Nach jedem Durchgang wurde der aktuelle Stand veröffentlicht, sodass die Spannung sich stetig steigerte und es zwischendurch immer wieder Überraschungen gab.

 

Das im letzten Jahr so erfolgreiche Nachwuchsteam des MTV Wolfenbüttel ging bereits am ersten Tag an den Start. Zwar mussten sie auf die Topscorerin Amelie von der Osten-Sacken verzichten, dafür gab aber der Neuzugang Sophie Peter einen beeindruckenden Einstand. Am Sprung und Stufenbarren zeigte sie fast einwandfreie Übungen und bot damit den Kampfrichtern kaum eine Chance für Abzüge. Gepaart mit den konstant sehr guten Leistungen der übrigen Turnerinnen konnten die Mädels nach der Hälfte des Wettkampfs mit über drei Punkten Vorsprung die Führung übernehmen. Darüber war auch Trainerin Kristiane Wilkens dann sichtlich überrascht: „Eigentlich lief noch nicht alles perfekt. Vielleicht gut so, nicht dass wir unserer ersten Mannschaft in einer Liga Konkurrenz machen.“

 

Am nächsten Tag gingen dann die neu gemischten Teams vom MTV Wolfenbüttel und MTV Jahn Schladen an den Start. Bei Letzteren reißt das Verletzungspech nicht ab. Louisa Stamm, die vor zwei Jahren bei den Deutschen Jugendmeisterschaften an den Start ging, zog sich kurz vor dem Wettkampf einen komplizierten Armbruch zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Bereits im letzten Jahr verletzten sich Laura Fahrbach und Paula Borchers, die bis heute pausieren müssen.

Dennoch kriegte Annett Balzer ihre gemischte Truppe motiviert. Von vier Übungen an jedem Gerät leisteten sie sich maximal eine zu verhauen, was bei einem Streichwert zu verkraften ist. Besonders Natascha Bokemüller und Celine Charfi zeigte am Schwebebalken und Boden all ihr Können. Mit vier Wertungen über 13 Punkten belegten die Schladener Turnerinnen nach dem vorletzten Durchgang Platz 3.

 

Im letzten Durchgang mussten sich die älteren Kürturnerinnen des MTV Wolfenbüttel der stärksten Konkurrenz stellen. Doch das neu zusammengesetzte Team trat dem selbstbewusst gegenüber. Insbesondere die frühere Deutschland-Cup Siegerin Lucie Gerbrecht zeigte sich in Topform. Nach langer Zeit zeigte sie wieder einen Tsukahara am Sprung und holte am Balken nach einer sensationellen Darbietung die Tageshöchstwertung mit 14,9 Punkten und auch in der Einzelwertung konnte keine Turnerin mithalten. Am Ende belegte das Team Platz 2 in diesem Mammutwettkampf.

 

Damit standen dann auch die endgültigen Ligeneinteilungen fest: MTV Wolfenbüttel 1 (älteren) starten mit dem MTV Jahn Schladen in der höchsten Liga, der Landesliga 1, das zweite Team des MTV Wolfenbüttel startet in der Landesliga 2.

 

Die Landeligawettkämpfe finden dann 14.+15. September sowie 09.+10. November 2019 statt.

22.09.2018

Gute Ausbeute bei den AK-Landeswettkämpfen der Turnerinnen

Die jüngsten Turnerinnen des MTV Wolfenbüttel und MTV Jahn Schladen hatten sich zuvor auf Bezirksebene präsentiert und sich für die Landesmeisterschaften in Bad Iburg qualifiziert.  Nun galt es gegen die niedersächsische Konkurrenz zu bestehen und das gelang den meisten ganz gut. Im größten Teilnehmerfeld der AK7 trat die Wolfenbüttelerin Sarah Trigo Humerez gegen 22 Mitstreiterinnen an. Am Balken und Boden gab es leichte Abzüge in der D-Note, am Sprung und Stufenbarren konnte sie ihre Leistungen abrufen und belegte damit einen tollen 8. Platz bei ihrem ersten Einzellandeswettkampf.

 

In der AK8 kämpfte Yasmin Charfi berechtigt um den ersten Platz mit. Leider verhagelte ein Sturz am Balken die Hoffnungen auf Gold, doch mit großem Abstand zum übrigen Feld holte sie noch Platz drei.

 

Der Balken wurde auch den Turnerinnen in der AK9 zum Verhängnis. Einzig Mathilda Michaelis (MTV Jahn Schladen) konnte durch die Top-Wertungen am Sprung, Stufenbarren und Boden den Anschluss an die Spitze halten und mit nur 0,2 Punkte Rückstand auf die Drittplatzierte den 5. Platz erzielen. Miriam Heene (MTV Wolfenbüttel) und Tessa Hoppe (Schladen) fanden nicht richtig in den Wettkampf und belegten die Plätze 10 und 11. Die Schladener Turntalentschul-Trainerin Annett Balzer war sichtlich enttäuscht: „Ich weiß auch nicht was heute schiefläuft, das können die Mädels deutlich besser.“

 

In der AK11 meldete sich Yella Wagenschein eindrucksvoll auf der Wettkampfläche zurück. Mit eindrucksvollen akrobatischen Verbindungen auf dem Balken und einem kleinen Feuerwerk auf der Bodenfläche demonstrierte sie ihr Können. Leider verpatzte sie beim zweiten Sprung den Anlauf, musste damit eine Nullwertung kassieren und landete damit statt auf dem zweiten auf Rang drei.

 

Für die Turnerinnen der AK12 und älter fand ein Rahmenwettkampf statt. Für die Turnerinnen aus dem TK Wolfenbüttel eine Chance zur Standortermittlung, da alle drei verletzungsbedingt nicht an den Landesmeisterschaften im Frühjahr teilnehmen konnten. Alina Heinemann zeigte sich von ihren Rückenbeschwerden befreit nun wieder in Topform und holte mit Höchstwertungen am Sprung und Stufenbarren Gold mit 45,34 Punkten. Mit dieser Wertung im Frühjahr hätte sie sich zu den Deutschen Meisterschaften qualifiziert, nun hofft sie dafür auf nächstes Jahr. Das Treppchen verpasste knapp Louisa Stamm, die mit den gezeigten Schwierigkeiten gut mit der Spitze mithalten konnte. Platz 7 ging an Karen Barke. Alle Turnerinnen starten für den MTV Jahn Schladen.

08./09.09.2019

Die jungen Wilden starten durch

 

Nach ihrer verpassten Qualifikation in der Landesliga 3 in der letzten Saison rollten die jungen Wilden des MTV Wolfenbüttel dieses Jahr das Feld von hinten auf. Das Potential war schon in den Einzelwettkämpfen zu sehen, alle hatten an Schwierigkeiten zugelegt, besonders am Schwebebalken. Nach der Hinrunde gingen Sie mit einem guten Polster nun in den Endkampf und überzeugten auch hier wieder. Besonders am Boden konnten die Turnerinnen mit exakten Ausführungen ihr Punktekonto ausweiten. Aber auch auf dem Schwebebalken bewiesen Sie ihr Können, Bogengang, Menicelli, Sprünge – fast alles gelang den Mädels. Und mit nur wenigen Wacklern oder Stürzen holten sie auch hier die höchsten Wertungen des Wettkampfes. Am Ende nahmen Yella Wagenschein, Jette Feder, Emma Bartholomäus, Finja Wagenschein, Marielle Jensen und Amelie von der Osten-Sacken verdient und glücklich den Goldpokal in Empfang. Nachwuchstrainerin Kristiane Wilkens trainiert hier erfolgreich ein Nachfolgerteam für ihre eigene Mannschaft in der Verbandliga. Im November werden beide Teams auf die niedersächsische Konkurrenz treffen.

 

Die Wolfenbütteler Mannschaft in der Landesliga 2 (LK3) musste sich dieses Jahr erstmals von der Landesbühne verabschieden. Denkbar knapp, mit nur 2 Zehntel verpassten sie den zweiten Platz und damit die Qualifikation.

 

In der Landesklasse traten nur zwei Teams an und stellten sich den hohen Herausforderungen der Pflichtübungen aus dem AK-Programm. Von Anfang an dominierten hier die Schützlinge von Annett Balzer den Wettkampf. Obwohl sie nur zu dritt, also ohne Streichwert ins Rennen gingen, holten die Turnerinnen des MTV Jahn Schladen mit überzeugenden Darbietungen jede Gerätewertung und siegten verdient vor Wolfenbüttel.  Ob Valeria Tillmann, Mia Brand und Celine Charfi nur zu dritt auch beim Land überzeugen können, bleibt abzuwarten. Auch das zweitplatzierte Wolfenbütteler Team hat sich zum Landesfinale qualifiziert und wird sich bis zum Ende November sicher noch steigern können.

 

In den weiteren Pflichtwettkämpfen endet die Liga auf Bezirksebene. Bei den jüngsten der P5-Stufe konnten sich die Wolfenbütteler zum Vorjahr deutlich steigern und in einem der größten Teilnehmerfelder Platz 6 erreichen. In der Bezirksklasse 2 (P6-8) kam das Team des MTV Wolfenbüttel auf Platz 13. Die einzige Mannschaft des SV Veltheim ging in der Bezirksliga 1 (P6-9) an den Start. Mit herausragender Leistung erturnte Sophie Peter die höchste Einzelwertung und führte damit ihr Team auf Platz 6.

01.09.2018

Nachwuchsturnerinnen Yasmin Charfi und Tessa Hoppe holen Bezirkstitel

 

Ein elitärer Kreis an Nachwuchsturnerinnen kämpfte in Schladen um die Bezirkstitel und die Qualifikation zu den Landesmeisterschaften. Die Siege in der AK8 und 9 gingen an Turnerinnen des MTV Jahn Schladen. Der stark vertretene MTV Wolfenbüttel sicherte sich zwei 2. Plätze und einen Dritten.

 

Bereits im Pumuckel Cup der AK7 konnten nur wenige Mädchen die Anforderungen des olympischen Nachwuchsprogramms sicher absolvieren. Eine davon war die Wolfenbüttelerin Sarah Trigo Humerez. Immer ein Hauch hinter der späteren Siegerin holte sie mit Abstand zum übrigen Teilnehmerfeld Platz zwei und qualifizierte sich zu den in zwei Wochen in Bad Iburg stattfindenden Landesmeisterschaften.

 

In der AK8 lieferte sich Yasmin Charfi (MTV Jahn Schladen) mit der Vorjahreslandesmeisterin aus Vordorf ein starkes Kopf-an-Kopf-Rennen. Hier waren u. a. schon Flick-Flack am Boden und Bogengang auf dem Balken gefordert. Yasmin Charfi erturnte sich am Sprung mit viel Perfektion einen halben Punkt Vorsprung. Am Stufenbarren patzte dann ihre Konkurrentin und Charfi konnte den Vorsprung ausbauen. Der meist entscheidende Schwebebalken ging im Gleichstand aus. Am Barren und Balken waren sie die einzigen, die die Anforderungen erfüllten und damit die übrige Konkurrenz weit hinter sich ließen. Als letztes wurden die Bodenübungen präsentiert: Die gelang der Vordorferin um einiges besser. Doch der Vorsprung reichte für Charfi und sie holte sich verdient Platz 1 und die Qualifikation zu den Landesmeisterschaften. Punktemäßig abgeschlagen landete Lilly Luise Rinne vom MTV Wolfenbüttel auf Platz 3.

 

Aufgrund der enormen Anforderungen in der Altersklasse 9 standen hier nur noch drei Mädchen in der Startaufstellung. Alle trainieren in der Turntalentschule Schladen, um die Anforderungen zu schaffen. So zeigten die drei einen fast ausgeglichenen Wettkampf, auch wenn nicht alles wie im Training gelang. Spektakulär anzusehen waren schon die Balkenübungen, neben dem Bogengang zeigten alle einen Menicelli und einen Salto rückwärts als Abgang. Am Boden gab es Flick-Flacks in Folge und Salto rückwärts und vorwärts, um nur die Highlights zu nennen. Nachdem sich jede der drei einen Patzer erlaubt hatte stand im Ergebnis: Platz 1 für Tessa Hoppe (MTV Schladen), Platz 2 Miriam Heene (MTV Wolfenbüttel) und Platz 3 Mathilda Michaelis ebenfalls Schalden. Alle drei haben die erforderliche Punktzahl erreicht und vertreten den Turnbezirk Braunschweig bei den Landesmeisterschaften.

16.+17.06.2018

Der Kürnachwuchs des MTV Wolfenbüttel startet in der Landesliga 1 durch - in der Landesklasse siegt der MTV Schladen vor Wolfenbüttel

 

Ein ziemlich erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Turnerinnen aus dem Turnkreis Wolfenbüttel. Zwei Tage wurde in Göttingen um die Hinrundenplatzierungen in der Bezirksliga geturnt. Für die Landesklasse und Landesliga geht es auch noch um die Qualifikation zum Landesfinale.

 

Nur wenige Zuschauer hielt es am späten Samstagnachmittag noch in der überhitzten Sporthalle, um so erstaunlicher die Leistungen der jungen Athletinnen aus Wolfenbüttel. Sie zeigten sich, trotz der Hitze, ähnlich wie bei den Bezirkseinzelmeisterschaften in Topform. Dazu kam der kleine Joker namens Yella Wagenschein. Sie trainierte bisher 6x pro Woche im Landesleistungszentrum, turnt in der AK11 und zeigte Turnen in Perfektion. Damit und mit den herausragenden Leistungen der anderen Turnerinnen war der Sieg nicht nur sicher, sondern auch für die Rückrunde ein komfortables Polster von 4 Punkten erkämpft.

 

Den Wolfenbütteler Routiniers in der Landesliga 2 muss die Siegerehrung wie ein Déjà-vus vorgekommen sein. Zuvor waren sie immer die Favoriten in dieser Liga, letztes Jahr machten die Wolfsburger einen Strich durch die Rechnung – dieses Jahr war es der TSV Ehmen, der die eingeschworene Truppe auf Platz 2 verwies. Doch der Abstand ist dieses Mal erdenklich knapp, ein grober Wackler auf dem Balken weniger und das Ergebnis wäre umgedreht. So bleibt es für die Rückrunde im September in Braunschweig spannend.

 

In der Landesklasse, wo Übungen der AK Stufen 8 bis 10 geturnt werden, war der MTV Schladen der Abräumer. Mit nur 3 Turnerinnen, das heißt ohne einen Streichwert ging jede Wertung in das Gesamtergebnis ein. Nur die Balkenwertung mussten sie an die Wolfenbütteler abtreten, sonst dominierten sie alle Geräte und siegten mit einem deutlichen Vorsprung vor dem MTV Wolfenbüttel. Eine Änderung des Ergebnisses in der Rückrunde ist so kaum zu erwarten. Da sich aber zwei Mannschaften zum Landesfinale qualifizieren, sind die Tickets quasi gebucht.

 

Der SV Veltheim schickte ein Team in den Wettkampf der höchsten Pflichtstufe P6-9. Überragende Turnerin in diesem Wettkampf war das Veltheimer Toptalent Sofie Peter, mehr Perfektion war fast nicht möglich. Mit der höchsten Wertung am Sprung, Stufenbarren und Boden holte sie auch die beste Einzelwertung dieser Wettkampfklasse. In der Mannschaftswertung führte sie damit ihr Team auf Platz 5 von 13 Mannschaften.

 

Bei den jüngsten in der Bezirksliga 3 startete noch ein Nachwuchsteam vom MTV Wolfenbüttel, das sich ebenfalls einer großen Konkurrenz stellen musste und die Hinrunde mit einem tollen 6. Platz beendete. Trainerin Anne Hoffmann freute sich dann auch sichtlich über das Ergebnis: „Für die Kleinen ist es ein toller Erfolg und Motivation zur Rückrunde.“

27.05.2018

Durchwachsenes Ergebnisse für den Turnnachwuchs bei den Landeswettkämpfen

 

In Langenhagen ging es für die jüngsten Gerätturnerinnen um die Mannschaftswettkämpfe, den Turntalentschulpokal sowie das Landesfinale der AK8/9. Und die Turnerinnen des MTV Wolfenbüttel und Schladen hatten nicht nur mit der Hitze in der Sporthalle zu kämpfen. Auch die hohen Anforderungen und die starke Konkurrenz machten dem Nachwuchs zu schaffen. Am besten schnitten in der AK8/9 Evelin Muraschow (MTV Wolfenbüttel) und Valeria Tillmann (MTV Jahn Schladen) ab. Beide lieferten sich am Sprung und Stufenbarren ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf sehr hohen Niveau. Am Schwebebalken musste dann Valeria Tillmann einen Sturz in Kauf nehmen und dann lief es am Boden auch nicht mehr ganz fehlerfrei. So zog Evelin Muraschow an ihr vorbei, musste nur noch einer Konkurrentin den Vortritt lassen und sicherte sich den Vizelandestitel. Platz 3 ging an die Schladener Turnerin.

 

In den Mannschaftswettkämpfen der AK7 und 8 gingen die jeweils besten 4 aus den Bezirkswettkämpfen als Team an die Geräte. Hier konnten zwei Nachwuchstalente mit einer hervorragenden Einzelleistung überzeugen. In den Mannschaftswertungen, wo die jeweils besten 3 Einzelwertungen an jedem Gerät einflossen, konnte das nicht hinreichend beflügeln. In der Landesmannschaftsmeisterschaft der AK7 landete die Mannschaft des Turnbezirks Braunschweig mit den Wolfenbüttelern Sarah Trigo Humerez (beste Einzelwertung des Teams) und Marlene Luisa Schröder auf Platz 6.

 

Im nächsten Jahrgang (AK8) lief es für das Team aus dem TB Braunschweig etwas besser. Mit der zweithöchsten Einzelleistung dieser Wettkampfklasse von Yasmine Charfi (Schladen) konnte die Mannschaft Bronze erkämpfen. Lenia Zoe Grube und Lily Luise Rinne vom MTV Wolfenbüttel turnten ebenfalls in dieser Mannschaft.

 

In der AK9 ging es um den Turntalentschulpokal, der auf Bundesebene ausgeturnt wird. In diesem Team turnten Miriam Heene (Wolfenbüttel) sowie Tessa Hoppe und Mathilda Michaelis (Schladen). Einzig am Sprung konnten sie mit der Konkurrenz gut mithalten, an den anderen Geräten machten die Mädels ein paar Fehler zu viel. So waren sie im Kampf um die Qualifikation raus und belegten am Ende Platz 4.

 

Nicht ganz so glücklich über den Wettkampftag TTS-Trainerin Annett Balzer: „Das war einfach nicht unser Tag.“ So bleiben noch die Einzelwettkämpfe im Herbst als nächstes Ziel.

05.05.2018

Valeria Tillmann im Goldrausch

 

Die Turnerin Valeria Tillmann vom MTV Jahn Schladen holt bei den Bezirks-Gerätefinalwettkämpfen dreimal Gold und eine Bronzemedaille.

 

Als zweiter wichtiger Wettkampf der Gerätturnerinnen gelten die Gerätefinals für die Wettkampfklassen mit über 10 Starterinnen im Bezirks-Mehrkampf. So gingen die erfolgreichsten 6-10 Turnerinnen je Gerät in den Pflichtstufen, der AK8/9 und dem Kürwettkampf LK3 in Gifhorn nochmals an Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden, um die Besten an jedem Gerät zu ermitteln.

 

Eine kleine elitäre Auswahl der Wolfenbütteler Turnerinnen hatte sich für diese Wettkämpfe qualifiziert und zeigte überragende Leistungen. Gleich bei den Jüngeren in der Pflichtstufe P6 startete Lena Sophie Loba vom MTV Wolfenbüttel am Schwebebalken und Boden und konnte mit jeweils nur zwei Zehnteln Rückstand auf die höchste Wertung die Plätze 2 und 3 belegen.

 

So hauchdünn waren auch die Entscheidungen im AK-Aussteigerwettkampf der 9- bis 11-Jährigen. Hier lieferte sich die Schladenerin Valeria Tillmann mit den Konkurrentinnen vom MTV Wolfenbüttel einen starken Zweikampf an den vier Geräten. Am Stufenbarren zeigten alle die gleichen Schwierigkeiten, hier lag Valeria nur knapp vor Evelyn Muraschov. Am Balken punktete Valeria Tillmann mit Flickflack und Bogengang und konnte damit Sophia Scheifer auf den Silberrang verweisen. Das Bild kehrte sich dann am Boden um, hier konnte Sophia Scheifer mit einer exakten Ausführung mehr punkten, errang wie zuvor Platz 2, Valeria Tillmann holte Bronze. Am letzten Gerät dem Sprung konnte die Schladenerin nochmal das Blatt wenden, siegte mit 0,1 Punkten vor Evelyn Muraschov.

 

In der Kürklasse LK3 vertrat Sophie Peter den SV Veltheim in der Altersklasse der 11 bis 13-Jährigen. Sie konnte ihre Stärke am Stufenbarren voll ausspielen und holte sich hier die Goldmedaille. Am Sprung überzeugte sie mit einem Überschlag über den Sprungtisch und errang mit knappen Rückstand Platz 3.

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21./22.04.2018

Landestitel für Turnerinnen aus Wolfenbüttel und Schladen

 

Ein erfolgreiches Wettkampfwochenende in Bad Iburg haben die Gerätturnerinnen vom MTV Wolfenbüttel, MTV Jahn Schladen und SV Veltheim hinter sich. Besonders erfolgreich waren sie im Landesentscheid für den Deutschland-Cup, denn hier geht es für die jeweils besten Zwei im Juni zum Bundesentscheid nach Delitzsch.

 

Allen voran turnten hier die ehemaligen Turntalentschülerinnen von Annett Balzer aus Schladen. In der jüngsten Riege blieben Celine Charfi und Julia Riemenschneider unter sich, wo Celine Charfi das Duell klar für sich entschieden konnte. Julia Riemenschneider schien nach der Fußverletzung den Trainingsrückstand noch nicht wieder aufgeholt zu haben. Laura Fahrbach musste sich in der LK1 (14-15J.) für die Qualifikation schon richtig ins Zeug legen, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Ein Sturz am Schwebebalken und hohe Fehlerabzüge am Boden machten die Aufgabe nicht einfacher. Am Sprung punktete sie dann mit einem Tsukahara und auch am Stufenbarren gelangen ihr die schweren Elemente wie Handstand und Flieger gut. Am Ende reichte es dann wirklich zu Platz 1. Teamkameradin Paula Borchers hatte gegen starke Konkurrenz aus Buchholz zu kämpfen. Eine vermasselte Balkenübung warf sie in der Gesamtwertung auf Platz 4 zurück.

 

Ein weiterer Sieg ging an die Deutschland-Cup-Gewinnerin des Vorjahres: Lucie Gerbrecht vom MTV Wolfenbüttel. Trotz studienbedingten Trainingsausfällen lieferte sie eine Übung nach der anderen auf den Punkt ab. Auf dem 10 cm breiten Schwebebalken turnte sie freies Rad, Menicelli und Taucherdrehung ohne Wackler und kassierte dafür die Tageshöchstnote. Am Boden und Stufenbarren absolvierte sie ebenfalls ihr gewohnt schwieriges Programm, Einzig am Sprung verzichtete sie auf den Tsukahara, zeigte dafür einen perfekten Überschlag. Mit deutlichem Vorsprung siegte sie in der Altersklasse der 18-29Jährigen und ist auf Kurs Titelverteidigung. Teamkamaradin Jana Ballschuh absolvierte mit Salto rückwärts und Salto seitwärts eine ebenso hochkarätige Balkenübung und holte die zweitbeste Sprungwertung. Ein paar Abzüge zu viel in der Bodenübung kosteten ihr die Fahrkarte nach Delitzsch, am Ende Platz 4.

 

Der Wolfenbütteler Kürnachwuchs in der LK2 hatte gewaltig mit Nervosität zu kämpfen. Nach Fehlern am Boden und Balken konnte Finja Wagenschein bei den 11-13jährigen zu mindestens noch Platz 4 erreichen. Malena Weseloh schrammte ebenfalls bei ihrem ersten Jahr in der LK2 nur knapp am Treppchen vorbei.

 

Wolfenbüttels Trainerin Anke Kahmann über das Wochenende: „Lucie hat mal wieder richtig hingelangt. Aber auch die anderen waren bei ihrem ersten Jahr in der LK2 unter den Top 10, ein beachtliches Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sind.“

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07./08.04.2018

Bei den Bezirksmeisterschaften in Oker distanzieren Turnerinnen vom MTV Wolfenbüttel und dem MTV Schladen die Konkurrenz in den höchsten Leistungsklassen. Ganze 13 Pokale gingen nach Wolfenbüttel, 7 nach Schladen.

 

Vom AK-Nachwuchsprogramm über die LK2 bis zum Deutschland-Cup, das ist das Metier der beiden Vereine, deren Nachwuchs zum Teil auch im Landesleistungszentrum Hannover trainiert.

 

Gleich am Samstag beim Wettkampf der Kür LK2 (11-13 J.) konnten die Wolfenbütteler mit einem Doppelsieg ein Zeichen setzen. Finja Wagenschein und Emma Bartholomäus konnten vom ersten bis zum letzten Gerät einen konstanten Wettkampf durchziehen. Besonders Emma Bartholomäus zeigte am letzten Gerät dem Balken ihre Nervenstärke, turnte Menicelli und Auerbach als Abgang und wurde zurecht mit der höchsten Wertung an diesem Gerät belohnt.

 

Auch in der LK2 (14-15J.) schlug der MTV WF zu: Amelie von der Osten-Sacken holte am Boden und Balken die höchsten Wertungen ihres Wettkampfes und siegte souverän. Bei den 16-17jährigen war Malena Weseloh, die letztes Jahr noch in der LK3 siegte, auf Erfolgskurs. Mir höchsten Wertungen am Sprung und Stufenbarren hatte sie genug Polster, um die Konkurrenz bis zum Schluss auf Distanz zu halten.

 

Nach ihrem Verbandsligasieg im letzten Jahr konnte sich das Wolfenbütteler Dreamteam trotz auswertigen Studienorte nicht ganz vom Wettkampfgeschehen trennen, lieferten ein Feuerwerk an akrobatischen Schwierigkeiten am Boden und auf dem Schwebebalken ab. Am Ende teilten sich Jana Ballschuh, Lucie Gerbrecht und Jula Jensen die Treppchenplätze unter sich auf. Mitstreiterin Kristiane Wilkens hatte dagegen auf die Trainerseite gewechselt und unterstützte die jungen LK2-Turnerinnen.

 

Nicht weniger spektakulär die Darbietungen der Schladener Kürturnerinnen, die allesamt in der höchsten Wettkampfklasse im Deutschland-Cup antraten.

Auch Dank der hervorragenden Wettkampfausstattung mit Federboden konnten sie ihr gesamten Repertoire an Saltos mit und ohne Schraube und sehenswerten Sprüngen zeigen. Hier siegten in den verschiedenen Altersklassen Celine Charfi, Laura Fahrbach und Paula Borchers.

 

Schladen-Trainerin Annett Balzer nach dem Wettkampf: „Das war der erste Test nach einer intensiven Trainingsphase und wir wissen jetzt woran wir noch arbeiten müssen. Leider konnten 3 krankheitsbedingt nicht antreten.“

 

Nur eine Turnerin vom SV Veltheim ging an den Start. Sophie Peter stellte in der LK3 ihr Ausnahmetalent unter Beweis stellen und holte verdient den Goldpokal.

 

Die Wettkämpfe der höchsten Nachwuchsklassen AK bestimmten Wolfenbüttel und Schladen gleichermaßen, an die hohen Anforderungen trauen sich nur wenige Vereine ran.

 

Für die besten 6 der Kürwettkämpfe sowie den AK8/9-Wettkampf stehen als nächstes die Landesmeisterschaften am 21./22.04.2018 in Bad Iburg an. Die AK-Turnerinnen starten beim Turntalentschulpokal am 26./27.05.2018.

 

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24.02.2018

Gerätturnerinnen des MTV Wolfenbüttel bei Kreismeisterschaften fast unter sich

 

Nur 3 Turnerinnen aus zwei Vereinen stellten sich der übermächtigen Konkurrenz des MTV bei den Kreiseinzelmeisterschaften des Turnkreises Wolfenbüttel. Neben den Kreistiteln ging es für die Besten der jeweiligen Wettkämpfe auch um die Qualifikation zu den Bezirksmeisterschaften.

 

In den Wettkämpfen der Pflichtstufen blieben die Wolfenbütteler unter sich, einzig Valeria Tillmann vom MTV Jahn Schladen trat im AK-Aussteigerwettkampf gegen die Wolfenbütteler an. Nach drei Geräten lag Valeria Tillmann nur knapp hinter Evelin Muraschov, die für ihren Sprung sensationelle 17,45 von 18,00 Punkten kassierte. So setzte Tillmann am Balken alles auf eine Karte und zeigte mit Bogengang und Menicelli die höchsten Schwierigkeiten ihres Wettkampfes. Leider konnte sie beides nicht in den sicheren Stand turnen und musste zweimal das Gerät verlassen. Damit war die Entscheidung gefallen: Muraschov Platz 1, für Tillmann Platz 2.

 

Aber auch die Wolfenbütteler unter sich kämpften um jeden Punkt und schenkten sich nichts. Besonders spannend wurde es in der P5, wo die 9-jährigen um die Titel kämpften. Mit der konstantesten Leistung und der höchsten Bodenwertung konnte hier Frida Behnsen den Titel gewinnen.

 

Tolle Vorführungen gab es in der P6-8 (Jg. 2008-06) von Milena Schrader zu bestaunen. Sie zeigte nicht nur die höchsten Schwierigkeiten, die man in dieser Wettkampfklasse wählen kann, sondern diese in fast perfekter Ausführung. Damit holte sie sich den deutlichsten Sieg des Tages und hat sicher bei den Bezirksmeisterschaften gute Chancen weit vorne dabei zu sein.

 

Viel Beifall bekamen vor allem die Kürturnerinnen, die ihre individuellen Übungen mit neuen Schwierigkeiten gespickt hatten. Auch in diesem Turnkreis gab es, wohl bedingt durch die Erleichterungen der NTB Kürvorschriften, mehr Starterinnen im höchsten Landeswettkampf der LK2. Direkt durchgestartet ist hier Emma Bartholomäus, die Vize-Bezirksmeisterin in der LK3 des letzten Jahres. An jedem Gerät turnte sie die höchste Wertung ihrer Wettkampfklasse und stieg damit verdient aufs Siegertreppchen.

 

Mindestens die ersten 3 jedes Wettkampfes werden den Turnkreis bei den Bezirksmeisterschaften am 07./08. April 2018 in Oker vertreten.

 

Ergebnisse:

 

P5 (Jg. 2009/10)

1.     Frida Behnsen

2.     Lotte Marschall

3.     Nieke Lunter

4.     Mira Lenius

5.     Karolina Mihulka  

P6 (Jg. 2008/09)

1.     Lena Sophie Loba

2.     Jocelyn Victoria Neppert

P6-8 (Jg. 2008-06)

1.     Milena Schrader

2.     Anna-Lena Kappe

3.     Marie Joelle Literski

4.     Lena Uhde

5.     Thea Marschall

AK (Jg. 2009-07)

1.     Evelin Muraschov

2.     Valeria Tillmann         MTV Schladen

3.     Sophia Scheifer

4.     Josephine Brand

LK3 (Jg. 2007-05)

1.     Jette Feder

2.     Sophie Peter               SV Veltheim

3.     Paulina Samwer

4.     Greta Birken               SV Veltheim

LK3 (2004-01)

1.     Carla Behnsen

2.     Eva Harriehausen

LK3 (2000-1989)

1.     Angie Dehnert

LK2 (Jg. 2007-05)

1.     Emma Bartholomäus

2.     Finja Wagenschein

3.     Marielle Jensen

LK2 (Jg. 2004/03)

1.     Amelie von der Osten-Sacken

LK2 (Jg. 2002/01)

1.     Malena Weseloh

LK2 (Jg. 2000-1989)

1. Annalea Brüggemann   (alle anderen MTV Wolfenbüttel)

 

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18.02.2018

Mit einem harten Athletiktest begann die Wettkampfsaison für die Gerätturnerinnen.

 

Im Powerpokal der AK Turnerinnen gingen fast ausschließlich Mädchen aus dem Turnkreis Wolfenbüttel, insbesondere vom MTV, an den Start. In den 5 Wettkampfklassen gingen 2 Siege an den MTV Schladen und ein Sieg an den MTV Wolfenbüttel.

 

Mit Hinblick auf die seit Olympia deutlich gestiegenen Anforderungen an den Turnnachwuchs mussten auch die Aufgaben im Athletiktest steigen. Doch die Mädchen der AK9 hatten deutlich zu kämpfen. Für die volle Punktzahl hätten sie z. Bsp. 2 Salto vorwärts aus dem Stand bzw. 16 Klimmzüge; aber in akkurater gestreckter Körperhaltung, zeigen müssen. Am besten bewältigte Tessa Hoppe vom MTV Schladen das Beinheben im Winkelhang und die Spagatanforderungen und holte hier 10 bzw. 9 Punkte. Insgesamt reichte es dann doch für einen deutlichen Vorsprung und den Sieg.

 

Mit 4x Höchstpunktzahl bewies Mara Eickenscheidt vom MTV Wolfenbüttel beste Voraussetzungen fürs Gerätturnen bei den Jüngsten (AK6) und holte mit gutem Vorsprung den Sieg.

 

In der AK8 überzeugte Yasmin Charfi (Schladen) bei den Schweizer Handständen. Drei schaffte sie und konnte somit ihr kleines Defizit vom Seilklettern wieder ausbügeln, um sich im Endergebnis Platz 1 zu holen.

 

Für die Turnerinnen der Pflicht- und Kürstufen wird der Muckitest mit etwas reduzierten Anforderungen durchgeführt. Hier waren dann auch mehr Vereine beteiligt, wobei zahlenmäßig der MTV Wolfenbüttel auch hier stärkster Verein war.

 

Als einzige Starterin des SV Veltheim ging Sophie Peter in den Wettkampf der 12/13-Jährigen. Und sie spulte die Übungen ab wie ein Uhrwerk: Ob Seilklettern ohne Beineinsatz, Klimmzüge oder 24 sec. Handstandstehen frei im Raum – in 9 der 10 Aufgaben holte sie die volle Punktzahl und ließ ihre Wolfenbütteler Konkurrentin deutlich hinter sich. Damit erkämpfte sie die Tageshöchstwertung und einen mehr als verdienten Sieg. Sehr zufrieden äußerte sich dann auch Trainerin Julie Kurkowski: „Sophie ist in absoluter Topform und das wird sie sicher auch bei den nächsten Wettkämpfen unter Beweis stellen.“

 

Medaillenränge des Turnkreises Wolfenbüttel:

 

Powerpokal

AK6

1.     Mara Eichenscheidt

2.     Lina Grobecker

3.     Mia Jorgs      alle MTV Wolfenbüttel

AK7

2. Josy Geisselbrecht

3. Sarah Trigo Humerez   alle MTV Wolfenbüttel

AK8

1.     Yasmin Charfi MTV Schladen

3.  Lenia Zoe Grube MTV Wolfenbüttel

AK9

1.     Tessa Hoppe

2.     Mathilda Michaelis beide MTV Schladen

3.     Miriam Heene MTV Wolfenbüttel

 

Muckitest

8/9 Jahre

2.     Mira Lenius MTV wolfenbüttel

10/11 Jahre

2.     Evelin Muraschov

3.     Josephine Brand    beide MTV Wolfenbüttel

12/13 Jahre

1.     Sophie Peter SV Veltheim

2.     Jette Feder MTV Wolfenbüttel

 

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 11.+12.11.2017

MTV Wolfenbüttel siegt in der Verbandsliga - MTV Schladen gewinnt die Landesliga

 

In Hildesheim trafen die heimischen Turnerinnen in den Ligafinals auf die Besten aus Niedersachsen.

 

In der Landesliga 1, in der Kürübungen mit den Anforderungen der LK2 geturnt werden, begannen die Schladener Turnerinnen den Wettkampf am Sprung. Verletzungsbedingt konnte Julia Riemenschneider hier nicht mitturnen, so dass nur Laura Fahrbach mit einem Tsukahara punkten konnte. Am Stufenbarren zeigte besonders Natascha Bokemüller ihr Können: Mit Flugelement und Riesenfelgen sorgte sie für ordentlichen Zuwachs auf dem Punktekonto. Am Balken mussten dann 4 von 5 Turnerinnen das Gerät unfreiwillig verlassen. Für Trainerin Annett Balzer das Ende der Hoffnungen auf einen Treppchenplatz. Einzig Paula Borchert zog ihr Programm voll durch. Doch die Mädels waren nicht unterzukriegen. Am letzten Gerät dem Boden übertrafen sie sich fast selbst. Mit einem Feuerwerk aus Saltos mit und ohne Schrauben zeigten die vier und Laura Fließ die hochkarätigsten Übungen ihrer Wettkampfklasse und machten über 3 Punkte gut. Das zeigte sich aber erst nach der Siegerehrung, denn die Mannschaftsergebnisse wurden zwischenzeitlich nicht angezeigt. So blieb es spannend. "Nach dem Balkendesaster ist der Titelkampf für uns vorbei." hatte Balzer die Hoffnungen begraben. Umso überraschter waren Turnerinnen und noch mehr die Trainer, als es hieß: Platz 1 für den MTV Schladen. Damit steigen die Schladener Mädchen in die Verbandsliga auf und werden sich der noch stärkeren Konkurrenz stellen.

 

Im letzten Jahr machte die erste Mannschaft des MTV Wolfenbüttel diesen Schritt und stieg in die Verbandsliga auf. Dort trafen sie nun zwar nur auf zwei Konkurrenten, die aber schon länger in dieser Liga turnen und sich Unterstützung von anderen Vereinen geholt haben. Aber die Wolfenbütteler hatten schließlich zwei Deutsche Meisterinnen im Team, das gab wohl das Selbstbewusstsein, was sie von Anfang an auch brauchten. Denn beginnend am Sprung lief es nicht so toll. Doch am Stufenbarren waren sie dann voll da. Lucie Gerbrecht und Kristiane Wilkens lieferten ihre Meisterschaftsübungen ab, Jula Jensen wollte mit der Riesenfelge punkten, konnte die Übung aber nicht durchturnen. Wilkens versetzte mit 14,0 Punkten, der Höchstwertung am Barren, die Konkurrenz erstmals in Staunen. Am Balken war dann die Stimmung der Turnerinnen richtig gut. Jana Ballschuh turnte selbst den schweren Seitwärtssalto auf den Punkt und holte 13,93 Punkte für ihr Team. Nicht mehr zu halten war die Truppe nach der Darbietung von Lucie Gerbrecht. Sie turnte Salto, freies Rad und Menicelli (gespreizter Flick-Flack) und sämtliche Sprünge sauber und ohne Wackler. Mit 15,23 Punkten fiel die höchste Wertung des Tages - und das am Balken! Das ganze Team brach in lauten Jubel aus. Dann nochmal die Konzentration für den Boden. Die hohen Anforderungen der höchsten nationalen Leistungsklasse LK1 müssen auch erstmal auf die Matte gebracht werden – und die Buchholzer Favoriten hatten gerade richtig abgeliefert. Mit drei Wertungen über 13 Punkten waren Schützlinge von Anke Kahmann zufrieden und Kahmann selbst: „Es wird mit Sicherheit knapp, aber ob wir mit dem super Balkenergebnis den Sprung ausgleichen konnten, müssen wir abwarten. Es hat sich auf alle Fälle gelohnt, dass Lucie aus Dresden und Jula aus Köln angereist sind, es ist eine tolle Truppe, die hier hochmotiviert gekämpft hat.“ Mit zum Team gehörten Hannah Kahmann und Anika Eidmüller.

 

Und dann die Siegerehrung – kurzes Bangen – gewonnen! Die Wolfenbütteler sind als Neulinge in der Verbandliga bis zum Sieg durchmarschiert. Nach dem Jubel etwas Demut bei Trainerin Anke Kahmann: „Das wird wahrscheinlich ein erfolgreicher Abschluss gewesen sein. Nach dem sich einige nun auf Studium und Berufsleben konzentrieren, bleibt abzuwarten, ob das Turnen auf diesem hohen Niveau noch möglich ist.“

 

Neben den absoluten Highlights des Wochenendes gingen noch weitere Mannschaften in die Ligawettkämpfe:

 

Für den MTV Wolfenbüttel startete noch eine Kürmannschaft in der Landesliga 2. Auch hier ein eingespieltes Team, das von Anfang an motiviert ihre Trainingsleistungen abrufen konnte. Allen voran lieferte Malena Weseloh ein Glanzstück nach dem anderen ab. Am Stufenbarren erturnte das Team sogar die höchste Wertung dieser Liga. Nach einem wirklich knappen Gesamtergebnis landeten die Wolfenbütteler mit nur 2 Punkten Rückstand zum Treppchen auf Platz 6.

 

In der Landesklasse hatten sich der MTV Wolfenbüttel und der SV Veltheim qualifiziert. Hier werden die Pflichtübungen des AK-Bereichs geturnt. Gegen die starke Konkurrenz aus den Leistungszentren hatten beide Teams zu kämpfen. Für die Wolfenbütteler holte Mia Brandt mit vier Wertungen über 14 Punkten die höchste Einzelwertung. Und obwohl am Boden keine der Turnerinnen die höchsten Schwierigkeiten absolvierte, konnten die Mädels durch akkurate Ausführungen hier Punkte gutmachen. Am Ende standen sie glücklich auf Platz 3.

 

Nur zu viert gingen die Veltheimer in den Wettkampf. So gingen 3 von 4 Wertungen, statt 3 von 5 in das Endergebnis ein. Sophie Peter war hier wieder der größte Punktelieferant. Am Ende reihten sie sich hinter Wolfenbüttel auf Platz4 ein.

 

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